Erzähle ich dir etwas Neues, wenn ich sage, dass Menschen unterschiedlich ticken?
Vermutlich nicht.
Aber hast du schon einmal erlebt, wie unterschiedlich Menschen Situationen und Kommunikation wirklich empfinden?
Ich konnte das erfahren, als ich angefangen habe, mich mit dem Enneagramm zu beschäftigen.
Das Enneagramm ist ein Modell mit 9 Stilen von Grundlebensstrategien. Es geht davon aus, dass jeder Mensch mit einer Veranlagung zu einer dieser Strategien geboren wird. Das Kind bildet sie in den ersten Lebensjahren in Wechselwirkung mit äußeren Einflüssen aus.
Die Grundlebensstrategie besteht aus Motivationen, die den Menschen antreiben, aus Glaubenssätzen ("Ich muss stark sein", "Ich bin hier nicht sicher"), jeweils typischen Abwehrmechanismen, Kommunikationsstilen, aber auch Kompetenzen, die sich daraus bilden.
In meiner Coachingausbildung hatte ich die Gelegenheit, Meschen mit unterschiedlichen Enneagramm-Stilen zu erleben. Ich habe bei Panels und Interviews mitgezeichnet, was sie beschrieben haben.
Weil ich es selbst so spannend finde, und ich mich auf jeden Fall noch tiefer in die Materie einsteigen will, werde ich nach und nach meine Zeichnungen zu den einzelnen Stilen posten.
Ich beginne mit Stil 8, denn zufällig bin ich das selbst.
Achter sind direkt, wollen machen, reden nicht gerne lange herum, übernehmen Verantwortung und Leitung. Sie wollen sich unbedingt stark fühlen, weil Schwäche und Ohnmacht das Schlimmste ist. Sie wollen alles gut und richtig machen. Wenn sie kritisiert werden, können sie in ein tiefes Loch fallen: Entweder ich bin gut, oder ich habe keine Berechtigung zu existieren. Sie haben viel Energie und Tatendrang. Oder der Schalter ist aus, dann geht nichts mehr. Achter sind für andere ein Fels in der Brandung, sie können aber auch durch ihre Energie zu viel für andere sein.


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